Um das Elektroauto populärer zu machen, wurden zahlreiche Vergünstigungen und Anreize geschaffen, doch nun ist das Ende vieler dieser großartigen Vergünstigungen in Sicht. Bei der Kfz-Steuer für Elektroautos wird es in den nächsten Jahren große Veränderungen geben, die sogar eine Überprüfung der genauen Ausgestaltung des Steuersystems erforderlich machen, um sicherzustellen, dass Elektroautos nicht doppelt so teuer werden wie Benzin- oder Dieselautos. Lesen Sie im Folgenden alles Wissenswerte zum Thema Elektromobilität und Kfz-Steuer der nächsten Jahre.
Kfz-Steuer für Elektroautos im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren
Als das Elektrofahren eingeführt wurde, beschloss die niederländische Regierung, diese Autos von der Kraftfahrzeugsteuer zu befreien, die im allgemeinen Sprachgebrauch oft als Straßensteuer bezeichnet wird. Ursprünglich war geplant, die Ausnahmeregelung bis 2020 beizubehalten. Die Niederlande haben jedoch schon frühzeitig entschieden, die Ausnahmeregelung länger gelten zu lassen, um das Elektroautofahren weiter zu fördern.
Allerdings ist diese Ausnahmeregelung nicht von Dauer und insgeheim macht das auch Sinn. Die Kfz-Steuer wird auf Grundlage der Emissionen und des Gewichts des Fahrzeugs berechnet. In puncto Emissionen ist das Elektroauto gegenüber Autos mit herkömmlichem Verbrennungsmotor natürlich der absolute Gewinner, beim Gewicht sieht es jedoch etwas anders aus. Deshalb müssen Besitzer von Elektroautos ab 2025 auch Kfz-Steuer zahlen.
Anpassungen im Jahr 2025
Im Jahr 2025 wird die Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos erstmals deutlich angepasst. Allerdings erfolgt die Umstellung behutsam, denn Besitzer von Elektroautos erhalten ab 2025 75 Prozent Steuerermäßigung. Allerdings gilt dies nur für ein Jahr, denn im Jahr 2026 wird die Kfz-Steuer für Elektroautos erneut angepasst.
Die Anpassungen im Jahr 2026: Ungewissheit über den Inhalt
Wie es nach dem Jahr 2026 um das Elektrofahren und die Kfz-Steuer bestellt ist, ist allerdings noch unklar. Klar ist, dass der Kfz-Steuerrabatt für Elektroautos wegfällt, die Chance ist aber groß, dass auch das gesamte System auf den Müll geworfen wird. Beim derzeitigen System würde die Kfz-Steuer für ein Elektroauto doppelt so hoch ausfallen, was im Widerspruch zu den Zielen und Plänen der niederländischen Regierung und der Europäischen Union steht. Denn elektrisches Fahren muss attraktiv bleiben.
Möglich ist die Einführung einer Kilometergebühr (was im Repräsentantenhaus bereits mehrfach vorgeschlagen wurde), möglicherweise muss aber auch ein neues Gleichgewicht zwischen Gewicht und Emissionen gefunden werden, bei dem die Emissionen zum entscheidenden Faktor werden und das Gewicht eine geringere Rolle spielt.
Sollte sich die Lösung für Letzteres entscheiden, wird innerhalb weniger Jahre eine erneute Überholung des Systems notwendig sein. In einer Zeit, in der die Mehrheit der Autos auf den niederländischen Straßen elektrisch ist, muss das Gewicht berücksichtigt werden, da das Geld aus dem Kfz-Steuertopf für die Instandhaltung der niederländischen Straßen benötigt wird.
Wie steht es mit PHEVs und der Kraftfahrzeugsteuer in den Niederlanden?
Auch Plug-in-Hybride profitieren von der Kfz-Steuer, wenn auch in geringerem Umfang. Wenn Ihr PHEV weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, erhalten Sie im Jahr 2024 50 % Rabatt, im Jahr 2025 25 % Rabatt und im Jahr 2026 läuft der Rabatt vollständig aus (genau wie bei vollelektrischen Autos). Wie dies im Jahr 2026 ausgestaltet sein wird, ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels noch nicht bekannt. Es besteht jedoch eine gute Chance, dass der Vorteil des Hybriden vollständig verschwindet, da er nicht mit den langfristigen Zielen der Niederlande und der Europäischen Union übereinstimmt.