Kostenloser Versand in NL ab 149,95 €! | Bestellen Sie jetzt eine Wandhalterung für Ihr Heimladegerät!

  • Vor 17 Uhr bestellt, am nächsten Werktag geliefert!

  • Kostenloser Versand ab 149,95 € in NL

  • Der Webshop für alles mit Batterie!

Fehlerstromschutzschalter Typ B zum Laden von Elektroautos

Aardlek B aardlekschakelaar type B Renault Zoe

Michel Sanders |

Wer eine Ladestation installieren lassen möchte, landet schnell beim Zählerschrank. Hier muss die Ladestation, idealerweise an eine freie Gruppe, angeschlossen werden. Beim Laden auf 3 Phasen muss zusätzlich der Fehlerstrom-Schutzschalter überprüft werden. In manchen Fällen benötigen Sie zusätzlich einen Fehlerstrom-Schutzschalter, den sogenannten ALS-B bzw. Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B.

Wann wird ein Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B benötigt und wann kann trotzdem 3-phasig geladen werden, ohne dass zusätzlich ein ALS-B nötig ist?

Was macht eigentlich ein Fehlerstromschutzschalter?

Ein Fehlerstrom-Schutzschalter erkennt Spannungsverlust durch Messung der hin- und zurückfließenden Spannung. Kommt es innerhalb der Installationsgruppe zu einem (zu großen) Spannungsverlust, schaltet der Fehlerstrom-Schutzschalter sofort ein und schaltet die Gruppe spannungsfrei. Die eigentliche Aufgabe des Fehlerstrom-Schutzschalters besteht darin, die gesamte Gruppe abzuschalten (stromlos zu machen), sobald ein Leck erkannt wird. Daher kommt dem Fehlerstrom-Schutzschalter eine enorme Bedeutung zu, denn er sorgt für Sicherheit bei Spannungsverlusten im Netz (was eigentlich nie passieren sollte, da die Anlage geschlossen sein muss).

Fehlerstromschutzschalter: Typ A und Typ B

Es gibt viele verschiedene Arten von Fehlerstrom-Schutzschaltern, wir besprechen hier jedoch nur Typ A und Typ B, da diese für die Installation bei Ihnen zu Hause oder in Ihrem Unternehmen relevant sind (es sei denn, Sie arbeiten natürlich mit enormen Spannungen). Die Fehlerstromschutzschalter vom Typ A sind ausschließlich für Anlagen mit Wechselstrom mit Ableitströmen bis maximal 6mA vorgesehen.

Beim elektrischen Laden wird in der Regel die 6mA-Grenze überschritten. Die Folge ist, dass ein ALS-A den Ableitstrom nicht messen kann und somit für die Gruppe, welche zur Stromversorgung der Ladestation eingesetzt wird, ungeeignet ist. Daher muss ein ALS-B ausgewählt werden, welches neben Leckströmen bis 6mA auch DC-Leckströme (Gleichströme) messen kann. Nun, das ist nicht bloß ein Ratschlag; Es handelt sich um eine von der IEC (International Electrotechnical Commission) erstellte Regel. Dieses besagt, dass beim Laden eines Elektroautos an 3 Phasen immer ein Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ B verwendet werden muss. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Können Fehlerströme nicht erkannt werden, kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen und diese müssen verhindert werden.

Es besteht jedoch eine Ausnahme: Für die Gruppe, die zum Laden auf 3 Phasen verwendet wird, ist der Einsatz eines Fehlerstrom-Schutzschalters vom Typ A zulässig.

Eine Ladestation mit Fehlerstrom-Schutzschalter

Moderne Ladestationen verfügen in der Regel über einen eingebauten Fehlerstrom-Schutzschalter mit Gleichstrom-Leckstromerkennung. Wenn Sie sich für eine Ladesäule oder Ladestation entscheiden, die mit einem eigenen ALS ausgestattet ist, können Sie diese einfach hinter einen Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ A setzen. Das ALS in der Ladestation kümmert sich dann bereits um die Erkennung von DC-Ableitströmen. Eine zusätzliche DC-Leckstromerkennung ist dann unnötig und trägt nicht zur Sicherheit bei.

Wann ist ein Fehlerstrom-Schutzschalter B zwingend erforderlich?

Beim Laden von Elektroautos gibt es zwei Fälle, in denen ein Fehlerstrom-Schutzschalter des Typs B vorgeschrieben ist:

  • Laden auf 3 Phasen mit einer Ladestation oder Ladepunkt ohne eigenen Fehlerstrom-Schutzschalter
  • Aufladen des Renault Zoe

Beim Laden des Renault Zoe ist ein Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ B zwingend erforderlich, da zwischen Auto und Ladegerät keine galvanische Trennung besteht. Konkret bedeutet dies, dass das Ladegerät mit anderen elektrischen Teilen des Autos in Kontakt kommen kann, wodurch das Risiko von Fehlerströmen stark steigen kann und die Sicherheit ernsthaft gefährdet ist. Daher wurde entschieden, dass ein Renault Zoe nur an einem Verbund geladen werden darf, der mit einem Fehlerstrom-Schutzschalter des Typs B abgesichert ist.

Ist es sinnvoll, einen Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ B zu wählen?

Sie können sich für den Einbau eines Fehlerstrom-Schutzschalters vom Typ B entscheiden, sollten sich aber vorher die Kosten und den Nutzen genau ansehen. Eine Ladestation oder ein Ladepunkt mit eingebautem Fehlerstrom-Schutzschalter kostet zwar etwas mehr, aber ein Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ B ist auch deutlich teurer als ein ALS vom Typ A. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Kalkulation auch die Installationskosten, damit Sie sich ein faires Bild Ihrer Möglichkeiten machen können.

Bei einem Renault Zoe und 3-Phasen-Laden mit einer Ladestation ohne eingebauten Fehlerstrom-Schutzschalter sind Sie in jedem Fall auf einen Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B angewiesen.